2. Belastungsinkontinenz oder Dranginkontinenz?

Autorin: Reinhild Greulich

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Arbeitet seit 20 Jahren als Urotherapeutin in Beckenbodenzentren.

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Inhaltsangabe

Sie leiden unter Inkontinenz, können sich nicht mehr in jeder Situation darauf verlassen, dass Ihre Blase „dicht“ hält, müssen viel häufiger zur Toilette als früher?

Das kann unterschiedliche Ursachen haben. Und ebenso unterschiedlich sind auch die Behandlungsmöglichkeiten.

Deshalb ist es zunächst einmal wichtig herauszufinden, welche Art von Inkontinenz bei Ihnen vorliegt.

Es gibt zwei Hauptformen der Inkontinenz: die Dranginkontinenz und die Belastungsinkontinenz.

DrangINKONTINENZ

Die Dranginkontinenz wird auch als OAB (= overactive bladder, übersetzt: überaktive Blase) bezeichnet und betrifft nur 11 bis 15 % der Menschen, die unter Inkontinenz leiden.

Hierbei liegt die Ursache für die Beschwerden in den Nerven der Blase.

Schon bei einer geringen Füllung senden die Nerven einen Alarm ans Gehirn, dass die Blase schnellstmöglich entleert werden möchte.

Ist man nicht schnell genug, kann es passieren, dass die Blase sich – ähnlich wie bei einem Krampf – zusammenzieht und den Inhalt hinauspresst, ohne dass man es verhindern kann.

Das kann eine kleine Menge Urin sein oder auch der gesamte Inhalt der Blase.

Wer unter dieser Form der Blasenschwäche leidet, muss Tag und Nacht sehr häufig zur Toilette.

Belastungsinkontinenz

Viel häufiger als die Dranginkontinenz ist dagegen die Belastungsinkontinenz, früher auch als „Stress“-Inkontinenz bezeichnet. Hierunter leidet mindestens jede 3. Frau irgendwann in ihrem Leben.

Warum der Name „Belastungsinkontinenz“?

Das Wort „Belastung“ in dem Namen meint eine körperliche Belastung.

Das heißt, dass zum Beispiel gewisse Aktivitäten wie Hüpfen, Laufen, Husten, Lachen oder Niesen zu einem plötzlichen Druckanstieg im Bauchraum – und damit auch auf die
Blase führen.

Diesen Druck schafft dann der Blasenverschluss nicht mehr und die Blase wird für einen Moment undicht. Hier ist also nicht die Blase selbst das Problem, sondern ihr Verschluss.

Um der Ursache Ihrer Blasenprobleme auf den Grund zu gehen, können Sie sich selbst einfach mal zwei Fragen beantworten.

Die erste ist diese:

Wie häufig werden Sie nachts wach, weil Sie zur Toilette müssen? Wer unter einer Dranginkontinenz leidet, muss sowohl am Tag als auch in der Nacht spätestens alle 2 Stunden zum WC.

Eine andere interessante Frage ist:

Können Sie den Impuls, zur Toilette zu müssen, verdrängen, während Sie zum Beispiel sitzen, wenn Sie dann aufstehen, muss es aber schnell gehen mit dem Erreichen der Toilette?

Wenn Sie diese Frage mit „ja“ beantworten würden, ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie eine Belastungsinkontinenz haben.

Hier noch mal eine kurze Übersicht, die helfen soll, die beiden Hauptformen der Inkontinenz zu unterscheiden:

Belastungsinkontinenz oder DrangINKONTINENZ?

Um der Ursache Ihrer Blasenprobleme auf den Grund zu gehen, können Sie sich selbst einfach mal zwei Fragen beantworten.

Die erste ist diese:

Wie häufig werden Sie nachts wach, weil Sie zur Toilette müssen?

Wer unter einer Dranginkontinenz leidet, muss sowohl am Tag als auch in der Nacht spätestens alle 2 Stunden zum WC.

Eine andere interessante Frage ist:

Können Sie den Impuls, zur Toilette zu müssen, verdrängen, während Sie zum Beispiel sitzen, wenn Sie dann aufstehen, muss es aber schnell gehen mit dem Erreichen der Toilette?

Wenn Sie diese Frage mit „ja“ beantworten würden, ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie eine Belastungsinkontinenz haben.

Hier noch mal eine kurze Übersicht, die helfen soll, die beiden Hauptformen der Inkontinenz zu unterscheiden:

So viel erstmal zu den beiden Hauptarten von Inkontinenz.

Ich hoffe, Sie können sich jetzt schon ein bisschen selbst einschätzen.

Fand ich als Einstieg wichtig, um zu Beginn etwas Licht in das Thema zu bringen.

Allerdings ist es in der Tat so, dass eine gesunde Blasenfunktion von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängt.

Einfach nur 2 Schubladen zu haben, in die man die „schwache“ Blase einsortiert, reicht da nicht.

Deshalb gibt´s in den folgenden Blogs auch noch eine Menge mehr an Informationen, Details, Tipps und Beispielen.

Wen´s betrifft, für die wird es sich lohnen, weiterzulesen.

Leider habe ich in 20 Praxisjahren viel zu viele betroffene Frauen gesprochen, die von einem Arzt / einer Ärztin einfach ein Medikament verschrieben bekommen haben, welches die Blase „beruhigen“ sollte, wo doch eigentlich ein schwacher Verschluss die Ursache für das Problem war. Das Ergebnis war dann Frust und Enttäuschung.

Seien Sie also hartnäckig, machen Sie sich so schlau wie möglich zu dem Thema Blase und Inkontinenz, wenn Sie merken, dass es Sie betrifft.

Nur dann können Sie den Ärztinnen und Ärzten auf Augenhöhe begegnen, können kritische Fragen stellen und richtige Entscheidungen treffen.

Ein Foto von Reinhild Greulich, erfahrene Urotherapeutin

Guten Tag,

ich bin Reinhild Greulich, eine erfahrene Urotherapeutin mit 20 Jahren Fachkompetenz in verschiedenen Beckenbodenzentren.
Ich verstehe die Beschwerden aus der Praxis und weiß um den Wert einer fundierten Beratung für die Lebensqualität betroffener Frauen.

Auf meiner Webseite biete ich Hilfe zur Selbsthilfe und einfache Selbsttests, um Frauen zu ermächtigen, ihre Blasenfunktion selbstbewusst und selbstbestimmt zu verbessern.

Ich freue mich über Ihr Feedback:

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